Gestern, 23:35
Kitai no Kuni (期待の国) – Das Land der Hoffnung
Lage und Geschichte: Eingebettet zwischen den mächtigen Nationen Hi no Kuni im Westen und Cha no Kuni im Osten, liegt Kitai no Kuni, das "Land der Hoffnung". Einst war dieses Gebiet der nordwestlichste Zipfel des Landes des Tees, eine weitgehend ungenutzte Halbinsel, die von dessen Daimyo als strategisch und wirtschaftlich unbedeutend angesehen wurde. Nach den Ereignissen in der Arena auf Hōrai-jima und mit einer unvorstellbaren Summe Goldes erwarben Yuki, Kaito und Silas dieses Land, um es aus der Domäne des Tees herauszulösen und einen unabhängigen, neutralen Staat zu gründen – einen sicheren Hafen für jene, die vor der Grausamkeit der Welt fliehen. Das Land ist im Vergleich zu seinen Nachbarn winzig, kaum mehr als ein grüner Daumenabdruck auf der Landkarte, aber es ist ihr eigenes.
Die Detaillierte Geographie von Kitai no Kuni (期待の国)
Kitai no Kuni ist ein Land, dessen Geographie sowohl seine Schönheit als auch seine strategische Abgeschiedenheit unterstreicht. Jedes Merkmal des Landes trägt zu seinem Charakter als Festung der Hoffnung und als fruchtbares Paradies bei.
Die Küsten: Schild und Pforte
Die Halbinsel wird von zwei charakterlich völlig unterschiedlichen Küstenlinien definiert.
Die östliche Asahi-no-Kaigan (Küste der Morgensonne): Dies ist die wilde, schroffe Fassade des Landes. Die Küste ist geprägt von hohen, schiefergrauen Klippen, die senkrecht ins Meer abfallen. An ihrem Fuß tobt eine donnernde Brandung, die über Jahrtausende ein zerklüftetes Labyrinth aus Felsnadeln und Unterwasser-Riffen geschaffen hat. Eine besonders markante Formation ist das Ryū no Sebone (竜の脊骨 - Drachenrückgrat), eine Meile lange Kette von pechschwarzen, gezackten Felsen, die wie der versteinerte Rücken einer Seebestie aus den Wellen ragen. Große Schiffe meiden diese Gewässer, da sie als unnavigierbar gelten. Nur in kleinen, versteckten Buchten, deren Zugänge nur den Ortskundigen bekannt sind, findet man feinen, schwarzen Vulkansand. An die Klippen klammern sich salzresistente Umimatsu (海松 - Meereskiefern), deren von der steten Brise verformte Äste ins Landesinnere weisen. Diese Küste ist Kitai no Kunis natürlicher Schild.
Die westliche Shizuka-na-Irie (Ruhige Bucht): Im Gegensatz zum Osten ist die Westküste die einladende Pforte des Landes. Sie wird von einer weiten, sichelförmigen Bucht dominiert, die das Land vor der rauen See schützt. Hier erstrecken sich kilometerlange Strände aus elfenbeinweißem Sand, die sanft in das ruhige, türkisfarbene Wasser übergehen. In der Mitte der Bucht liegt eine besonders geschützte Bucht namens Mizu-no-Kagami (水の鏡 - Wasserspiegel), wo das Wasser so still ist, dass es den Himmel perfekt reflektiert. Dies ist der ideale Ort für den Hauptort des Landes und einen sicheren Hafen. Der Übergang vom Strand ins Landesinnere ist flach und von sanften Dünen geprägt, die mit hohem Seegras bewachsen sind.
Das Herz des Landes: Berg und Ebenen
Das Landesinnere wird vom Tenbōzan und den von ihm gespeisten Flüssen und Ebenen geformt.
Der Tenbōzan (Aussichtsberg): Mehr als nur ein Berg, ist der Tenbōzan der Wächter und Lebensspender von Kitai no Kuni. Seine unteren Hänge sind dicht mit den laubabwerfenden Akigiri-Wäldern bedeckt, die im Herbst in einem Feuerwerk der Farben erstrahlen. Je höher man steigt, desto dominanter werden die immergrünen, robusten Zedern, die selbst dem Schnee des Winters trotzen. Auf halber Höhe entspringen unzählige Quellen. Eine davon stürzt als Kiyome no Taki (浄めの滝 - Wasserfall der Reinigung) über eine moosbewachsene Felswand in ein kristallklares Becken – ein Ort von spiritueller Bedeutung. Der Gipfel selbst ist eine kahle, felsige Krone, die einen unvergleichlichen 360-Grad-Blick über das gesamte Land bietet, von der tobenden Ostküste bis zur stillen Westbucht.
Die Flüsse und Ebenen: Vom Tenbōzan fließen zwei Hauptflüsse dem Meer entgegen. Der Asagiri-gawa (朝霧川 - Morgennebel-Fluss) fließt nach Osten. Seine Wasser sind schnell und kalt, und sein Tal ist oft bis in den Vormittag hinein in dichten Nebel gehüllt. Der Yūbae-gawa (夕映え川 - Abendrot-Fluss) fließt gemächlich nach Westen und schlängelt sich durch breite Ebenen. In seinen ruhigen Wassern spiegelt sich bei Sonnenuntergang das leuchtende Abendrot. Zwischen diesen Flüssen erstreckt sich die Midori no Uneri (緑のうねり - Grüne Dünung), eine Landschaft aus sanft wogenden, fruchtbaren Hügeln und weiten Wiesen, bedeckt mit tiefgrünem Hisui-Klee. Dies ist das landwirtschaftliche Herz des Landes, ideal für Ackerbau und Viehzucht.
Die Grenze im Süden: Die Wälle der Trennung
Die südliche Grenze zu Cha no Kuni wird durch die Sakai no Oka (境の丘 - Grenzhügel) gebildet. Dies sind keine unüberwindbaren Berge, sondern ein sanfter, aber ununterbrochener Wall aus dicht bewaldeten Hügeln. Sie sind hoch genug, um eine klare Trennlinie zu bilden und den ungehinderten Zugang zu erschweren. Nur ein Hauptpass, der bewusst offen gehalten und kontrolliert wird, durchschneidet diese Hügelkette: das Cha-no-Kuni-mon (茶の国門 - Tor zum Land des Tees). Dieser Pass ist der formelle und einzige offizielle Landweg in und aus Kitai no Kuni und somit von höchster strategischer Wichtigkeit.
Die Detaillierte Flora und Fauna von Kitai no Kuni
Die Natur in Kitai no Kuni ist ein Schatz, der ebenso wertvoll ist wie das Gold, mit dem das Land erkauft wurde. Das gemäßigte Klima und die isolierte Lage haben ein einzigartiges und ausgewogenes Ökosystem entstehen lassen, das von den monströsen Bestien und der kargen Not anderer Länder unberührt geblieben ist.
Flora: Die Grüne Seele des Landes
Die Pflanzenwelt ist vielfältig und bietet den Bewohnern Nahrung, Medizin und wertvolle Rohstoffe.
In den Wäldern und am Tenbōzan:
Akigiri-Bäume (Herbstnebel-Bäume): Diese Laubbäume dominieren die niederen Hänge und Täler. Ihr Holz ist hell und flexibel, ideal für den Bau von Häusern und Möbeln. Ihre wahre Besonderheit ist jedoch ihr Saft, der im späten Herbst geerntet wird. Wenn er eingekocht wird, entsteht der "Akigiri no Mitsu" (Herbstnebel-Nektar), ein dunkler, würziger Sirup, der sowohl als Süßungsmittel als auch als stärkendes Mittel gegen Winterkrankheiten geschätzt wird.
Tenjō-sugi (Himmelszedern): Auf den höheren, kühleren Lagen des Tenbōzan herrschen diese majestätischen, immergrünen Zedern vor. Ihr rötliches Holz verströmt einen intensiven, aromatischen Duft, der Insekten abwehrt. Es ist daher äußerst begehrt für die Herstellung von Kleiderkisten, Vorratsschränken und für die Innenverkleidung von Häusern.
Kagebōshi-kinoko (Schattenhut-Pilz): Im feuchten Unterholz der Zedernwälder wächst dieser eigentümliche Pilz. Bei Tageslicht ist er unscheinbar grau, doch in der Dunkelheit strahlen seine Lamellen ein sanftes, grünliches Licht aus. Gesammelt und in Gläsern aufbewahrt, dienen diese Pilze als natürliche, sichere Laternen, die die Wege und Häuser in der Nacht erhellen.
Kumoito-kusa (Spinnfaden-Gras): An schattigen Felsen und in feuchten Senken findet man dieses seltene Gras. Seine einzelnen Halme sind unscheinbar, aber wenn sie getrocknet und miteinander verdrillt werden, ergeben sie einen Faden von unglaublicher Reißfestigkeit und Feinheit. Yuki schätzt es für die Herstellung nahezu unsichtbarer Schlingen und für die Sehnen ihrer besten Bögen.
Auf den Wiesen und an den Flüssen:
Hisui-Klee (Jade-Klee): Dieser tiefgrüne Klee, der die Hügel der Midori no Uneri bedeckt, ist das Herzstück des Landes. Er ist nicht nur extrem nahrhaft für Weidetiere, sondern besitzt auch heilende Eigenschaften. Zerstoßen und zu einer Paste verarbeitet, ergibt er die "Hisui-yaku" (Jade-Medizin), eine Salbe, die bei Schnittwunden und Verbrennungen die Heilung beschleunigt und Narbenbildung verhindert.
Shizukaze-sō (Ruhiger-Wind-Kraut): Entlang der Flussufer wächst dieses hochstielige Kraut mit seinen federleichten, weißen Blüten. Als Tee aufgebrüht hat es eine beruhigende, angstlösende Wirkung und sein Duft soll für friedliche Träume sorgen.
An den Küsten:
Umimatsu (Meereskiefer): An der schroffen Ostküste klammern sich diese widerstandsfähigen Kiefern an die Felsen. Ihr Holz ist von Salz und Wind verwittert und knorrig, aber ihr Harz ist ein außergewöhnlich starker Klebstoff und dient als perfektes Mittel zur Abdichtung von Bootsplanken.
Umi-hotaru-kombu (See-Leuchtkäfer-Kelp): In den stillen Gewässern der westlichen Mizu-no-Kagami-Bucht wächst diese einzigartige Kelp-Art. Tagsüber sieht sie aus wie gewöhnlicher Seetang, doch bei Nacht leuchtet sie bei Berührung durch die Wasserbewegung sanft blau auf und verwandelt die Bucht in einen Sternenhimmel unter Wasser.
Fauna: Die Bewohner des Paradieses
Die Tierwelt von Kitai no Kuni ist nicht von Furcht, sondern von Respekt geprägt. Es gibt keine Monster, nur wilde Kreaturen, die ihren Platz im Kreislauf der Natur haben.
In den Wäldern und Bergen:
Mori-shika (Waldhirsche): Diese eleganten Hirsche sind die häufigsten Großtiere des Landes. Ihr Fell wechselt von einem satten Braun im Sommer zu einem dicken, fast weißen Grau im Winter. Sie sind die primäre Quelle für Fleisch und Leder.
Kumadori-neko (Kabuki-Masken-Katze): Der größte Jäger des Landes ist dieser luchsähnliche Einzelgänger. Seinen Namen verdankt er den markanten schwarzen Streifen um seine Augen und Wangen, die an die Schminke eines Kabuki-Schauspielers erinnern. Er ist extrem scheu und wird nur selten gesichtet. Ein Kumadori-neko zu erblicken, gilt als Zeichen großen Glücks und als Prüfung für die Fähigkeiten eines Jägers.
Kuri-nezumi (Kastanien-Maus): Eine Art großer, flauschiger Bilch, der in den Akigiri-Wäldern lebt. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Nester und ihre Angewohnheit, riesige Vorräte an Nüssen zu sammeln, deren Verstecke den Bewohnern oft als willkommene, zusätzliche Nahrungsquelle dienen.
In den Flüssen und auf den Ebenen:
Gingawa-uso (Silberfluss-Otter): Die klaren Flüsse sind die Heimat dieser verspielten Otter. Ihr dichtes Fell hat einen einzigartigen silbernen Schimmer, besonders im nassen Zustand. Ihr Vorkommen ist ein Indikator für die außergewöhnliche Wasserqualität.
Utagoe-tori (Gesangsvogel): Ein kleiner, gelb gefiederter Vogel, dessen komplexer und melodiöser Gesang die Morgen- und Abendstunden in den Ebenen erfüllt. Ihr Gesang ist das allgegenwärtige Klangteppich des Landes und ein Symbol für seinen Frieden.
An den Küsten:
Sazanami-dori (Kräuselwellen-Vogel): Dieser Seevogel mit seinem charakteristischen silbrig-blauen Gefieder nistet in riesigen Kolonien auf den unzugänglichen Klippen der Ostküste. Das Sammeln seiner langen Schwanzfedern, die als Pfeilbefiederung hoch geschätzt werden, ist eine gefährliche, aber lohnende Aufgabe.
Kōra-gani (Panzerschalen-Krabbe): Die felsige Gezeitenzone der Ostküste ist die Heimat dieser großen Krabben. Ihr Panzer ist ungewöhnlich dick, hart und schillert in den Farben eines Regenbogens. Kaito ist fasziniert von seiner Struktur und versucht, dessen Prinzipien in leichten, aber robusten Rüstungsdesigns nachzuahmen.
Odayaka-kujira (Sanfter Wal): In den warmen Sommermonaten zieht eine kleine Walart in die geschützte Westbucht, um dort ihre Kälber zur Welt zu bringen. Sie sind neugierig und furchtlos und ihre Anwesenheit wird als Segen und als ein Zeichen für die fortwährende Hoffnung und Fruchtbarkeit des Landes gefeiert.
Lage und Geschichte: Eingebettet zwischen den mächtigen Nationen Hi no Kuni im Westen und Cha no Kuni im Osten, liegt Kitai no Kuni, das "Land der Hoffnung". Einst war dieses Gebiet der nordwestlichste Zipfel des Landes des Tees, eine weitgehend ungenutzte Halbinsel, die von dessen Daimyo als strategisch und wirtschaftlich unbedeutend angesehen wurde. Nach den Ereignissen in der Arena auf Hōrai-jima und mit einer unvorstellbaren Summe Goldes erwarben Yuki, Kaito und Silas dieses Land, um es aus der Domäne des Tees herauszulösen und einen unabhängigen, neutralen Staat zu gründen – einen sicheren Hafen für jene, die vor der Grausamkeit der Welt fliehen. Das Land ist im Vergleich zu seinen Nachbarn winzig, kaum mehr als ein grüner Daumenabdruck auf der Landkarte, aber es ist ihr eigenes.
Die Detaillierte Geographie von Kitai no Kuni (期待の国)
Kitai no Kuni ist ein Land, dessen Geographie sowohl seine Schönheit als auch seine strategische Abgeschiedenheit unterstreicht. Jedes Merkmal des Landes trägt zu seinem Charakter als Festung der Hoffnung und als fruchtbares Paradies bei.
Die Küsten: Schild und Pforte
Die Halbinsel wird von zwei charakterlich völlig unterschiedlichen Küstenlinien definiert.
Die östliche Asahi-no-Kaigan (Küste der Morgensonne): Dies ist die wilde, schroffe Fassade des Landes. Die Küste ist geprägt von hohen, schiefergrauen Klippen, die senkrecht ins Meer abfallen. An ihrem Fuß tobt eine donnernde Brandung, die über Jahrtausende ein zerklüftetes Labyrinth aus Felsnadeln und Unterwasser-Riffen geschaffen hat. Eine besonders markante Formation ist das Ryū no Sebone (竜の脊骨 - Drachenrückgrat), eine Meile lange Kette von pechschwarzen, gezackten Felsen, die wie der versteinerte Rücken einer Seebestie aus den Wellen ragen. Große Schiffe meiden diese Gewässer, da sie als unnavigierbar gelten. Nur in kleinen, versteckten Buchten, deren Zugänge nur den Ortskundigen bekannt sind, findet man feinen, schwarzen Vulkansand. An die Klippen klammern sich salzresistente Umimatsu (海松 - Meereskiefern), deren von der steten Brise verformte Äste ins Landesinnere weisen. Diese Küste ist Kitai no Kunis natürlicher Schild.
Die westliche Shizuka-na-Irie (Ruhige Bucht): Im Gegensatz zum Osten ist die Westküste die einladende Pforte des Landes. Sie wird von einer weiten, sichelförmigen Bucht dominiert, die das Land vor der rauen See schützt. Hier erstrecken sich kilometerlange Strände aus elfenbeinweißem Sand, die sanft in das ruhige, türkisfarbene Wasser übergehen. In der Mitte der Bucht liegt eine besonders geschützte Bucht namens Mizu-no-Kagami (水の鏡 - Wasserspiegel), wo das Wasser so still ist, dass es den Himmel perfekt reflektiert. Dies ist der ideale Ort für den Hauptort des Landes und einen sicheren Hafen. Der Übergang vom Strand ins Landesinnere ist flach und von sanften Dünen geprägt, die mit hohem Seegras bewachsen sind.
Das Herz des Landes: Berg und Ebenen
Das Landesinnere wird vom Tenbōzan und den von ihm gespeisten Flüssen und Ebenen geformt.
Der Tenbōzan (Aussichtsberg): Mehr als nur ein Berg, ist der Tenbōzan der Wächter und Lebensspender von Kitai no Kuni. Seine unteren Hänge sind dicht mit den laubabwerfenden Akigiri-Wäldern bedeckt, die im Herbst in einem Feuerwerk der Farben erstrahlen. Je höher man steigt, desto dominanter werden die immergrünen, robusten Zedern, die selbst dem Schnee des Winters trotzen. Auf halber Höhe entspringen unzählige Quellen. Eine davon stürzt als Kiyome no Taki (浄めの滝 - Wasserfall der Reinigung) über eine moosbewachsene Felswand in ein kristallklares Becken – ein Ort von spiritueller Bedeutung. Der Gipfel selbst ist eine kahle, felsige Krone, die einen unvergleichlichen 360-Grad-Blick über das gesamte Land bietet, von der tobenden Ostküste bis zur stillen Westbucht.
Die Flüsse und Ebenen: Vom Tenbōzan fließen zwei Hauptflüsse dem Meer entgegen. Der Asagiri-gawa (朝霧川 - Morgennebel-Fluss) fließt nach Osten. Seine Wasser sind schnell und kalt, und sein Tal ist oft bis in den Vormittag hinein in dichten Nebel gehüllt. Der Yūbae-gawa (夕映え川 - Abendrot-Fluss) fließt gemächlich nach Westen und schlängelt sich durch breite Ebenen. In seinen ruhigen Wassern spiegelt sich bei Sonnenuntergang das leuchtende Abendrot. Zwischen diesen Flüssen erstreckt sich die Midori no Uneri (緑のうねり - Grüne Dünung), eine Landschaft aus sanft wogenden, fruchtbaren Hügeln und weiten Wiesen, bedeckt mit tiefgrünem Hisui-Klee. Dies ist das landwirtschaftliche Herz des Landes, ideal für Ackerbau und Viehzucht.
Die Grenze im Süden: Die Wälle der Trennung
Die südliche Grenze zu Cha no Kuni wird durch die Sakai no Oka (境の丘 - Grenzhügel) gebildet. Dies sind keine unüberwindbaren Berge, sondern ein sanfter, aber ununterbrochener Wall aus dicht bewaldeten Hügeln. Sie sind hoch genug, um eine klare Trennlinie zu bilden und den ungehinderten Zugang zu erschweren. Nur ein Hauptpass, der bewusst offen gehalten und kontrolliert wird, durchschneidet diese Hügelkette: das Cha-no-Kuni-mon (茶の国門 - Tor zum Land des Tees). Dieser Pass ist der formelle und einzige offizielle Landweg in und aus Kitai no Kuni und somit von höchster strategischer Wichtigkeit.
Die Detaillierte Flora und Fauna von Kitai no Kuni
Die Natur in Kitai no Kuni ist ein Schatz, der ebenso wertvoll ist wie das Gold, mit dem das Land erkauft wurde. Das gemäßigte Klima und die isolierte Lage haben ein einzigartiges und ausgewogenes Ökosystem entstehen lassen, das von den monströsen Bestien und der kargen Not anderer Länder unberührt geblieben ist.
Flora: Die Grüne Seele des Landes
Die Pflanzenwelt ist vielfältig und bietet den Bewohnern Nahrung, Medizin und wertvolle Rohstoffe.
In den Wäldern und am Tenbōzan:
Akigiri-Bäume (Herbstnebel-Bäume): Diese Laubbäume dominieren die niederen Hänge und Täler. Ihr Holz ist hell und flexibel, ideal für den Bau von Häusern und Möbeln. Ihre wahre Besonderheit ist jedoch ihr Saft, der im späten Herbst geerntet wird. Wenn er eingekocht wird, entsteht der "Akigiri no Mitsu" (Herbstnebel-Nektar), ein dunkler, würziger Sirup, der sowohl als Süßungsmittel als auch als stärkendes Mittel gegen Winterkrankheiten geschätzt wird.
Tenjō-sugi (Himmelszedern): Auf den höheren, kühleren Lagen des Tenbōzan herrschen diese majestätischen, immergrünen Zedern vor. Ihr rötliches Holz verströmt einen intensiven, aromatischen Duft, der Insekten abwehrt. Es ist daher äußerst begehrt für die Herstellung von Kleiderkisten, Vorratsschränken und für die Innenverkleidung von Häusern.
Kagebōshi-kinoko (Schattenhut-Pilz): Im feuchten Unterholz der Zedernwälder wächst dieser eigentümliche Pilz. Bei Tageslicht ist er unscheinbar grau, doch in der Dunkelheit strahlen seine Lamellen ein sanftes, grünliches Licht aus. Gesammelt und in Gläsern aufbewahrt, dienen diese Pilze als natürliche, sichere Laternen, die die Wege und Häuser in der Nacht erhellen.
Kumoito-kusa (Spinnfaden-Gras): An schattigen Felsen und in feuchten Senken findet man dieses seltene Gras. Seine einzelnen Halme sind unscheinbar, aber wenn sie getrocknet und miteinander verdrillt werden, ergeben sie einen Faden von unglaublicher Reißfestigkeit und Feinheit. Yuki schätzt es für die Herstellung nahezu unsichtbarer Schlingen und für die Sehnen ihrer besten Bögen.
Auf den Wiesen und an den Flüssen:
Hisui-Klee (Jade-Klee): Dieser tiefgrüne Klee, der die Hügel der Midori no Uneri bedeckt, ist das Herzstück des Landes. Er ist nicht nur extrem nahrhaft für Weidetiere, sondern besitzt auch heilende Eigenschaften. Zerstoßen und zu einer Paste verarbeitet, ergibt er die "Hisui-yaku" (Jade-Medizin), eine Salbe, die bei Schnittwunden und Verbrennungen die Heilung beschleunigt und Narbenbildung verhindert.
Shizukaze-sō (Ruhiger-Wind-Kraut): Entlang der Flussufer wächst dieses hochstielige Kraut mit seinen federleichten, weißen Blüten. Als Tee aufgebrüht hat es eine beruhigende, angstlösende Wirkung und sein Duft soll für friedliche Träume sorgen.
An den Küsten:
Umimatsu (Meereskiefer): An der schroffen Ostküste klammern sich diese widerstandsfähigen Kiefern an die Felsen. Ihr Holz ist von Salz und Wind verwittert und knorrig, aber ihr Harz ist ein außergewöhnlich starker Klebstoff und dient als perfektes Mittel zur Abdichtung von Bootsplanken.
Umi-hotaru-kombu (See-Leuchtkäfer-Kelp): In den stillen Gewässern der westlichen Mizu-no-Kagami-Bucht wächst diese einzigartige Kelp-Art. Tagsüber sieht sie aus wie gewöhnlicher Seetang, doch bei Nacht leuchtet sie bei Berührung durch die Wasserbewegung sanft blau auf und verwandelt die Bucht in einen Sternenhimmel unter Wasser.
Fauna: Die Bewohner des Paradieses
Die Tierwelt von Kitai no Kuni ist nicht von Furcht, sondern von Respekt geprägt. Es gibt keine Monster, nur wilde Kreaturen, die ihren Platz im Kreislauf der Natur haben.
In den Wäldern und Bergen:
Mori-shika (Waldhirsche): Diese eleganten Hirsche sind die häufigsten Großtiere des Landes. Ihr Fell wechselt von einem satten Braun im Sommer zu einem dicken, fast weißen Grau im Winter. Sie sind die primäre Quelle für Fleisch und Leder.
Kumadori-neko (Kabuki-Masken-Katze): Der größte Jäger des Landes ist dieser luchsähnliche Einzelgänger. Seinen Namen verdankt er den markanten schwarzen Streifen um seine Augen und Wangen, die an die Schminke eines Kabuki-Schauspielers erinnern. Er ist extrem scheu und wird nur selten gesichtet. Ein Kumadori-neko zu erblicken, gilt als Zeichen großen Glücks und als Prüfung für die Fähigkeiten eines Jägers.
Kuri-nezumi (Kastanien-Maus): Eine Art großer, flauschiger Bilch, der in den Akigiri-Wäldern lebt. Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Nester und ihre Angewohnheit, riesige Vorräte an Nüssen zu sammeln, deren Verstecke den Bewohnern oft als willkommene, zusätzliche Nahrungsquelle dienen.
In den Flüssen und auf den Ebenen:
Gingawa-uso (Silberfluss-Otter): Die klaren Flüsse sind die Heimat dieser verspielten Otter. Ihr dichtes Fell hat einen einzigartigen silbernen Schimmer, besonders im nassen Zustand. Ihr Vorkommen ist ein Indikator für die außergewöhnliche Wasserqualität.
Utagoe-tori (Gesangsvogel): Ein kleiner, gelb gefiederter Vogel, dessen komplexer und melodiöser Gesang die Morgen- und Abendstunden in den Ebenen erfüllt. Ihr Gesang ist das allgegenwärtige Klangteppich des Landes und ein Symbol für seinen Frieden.
An den Küsten:
Sazanami-dori (Kräuselwellen-Vogel): Dieser Seevogel mit seinem charakteristischen silbrig-blauen Gefieder nistet in riesigen Kolonien auf den unzugänglichen Klippen der Ostküste. Das Sammeln seiner langen Schwanzfedern, die als Pfeilbefiederung hoch geschätzt werden, ist eine gefährliche, aber lohnende Aufgabe.
Kōra-gani (Panzerschalen-Krabbe): Die felsige Gezeitenzone der Ostküste ist die Heimat dieser großen Krabben. Ihr Panzer ist ungewöhnlich dick, hart und schillert in den Farben eines Regenbogens. Kaito ist fasziniert von seiner Struktur und versucht, dessen Prinzipien in leichten, aber robusten Rüstungsdesigns nachzuahmen.
Odayaka-kujira (Sanfter Wal): In den warmen Sommermonaten zieht eine kleine Walart in die geschützte Westbucht, um dort ihre Kälber zur Welt zu bringen. Sie sind neugierig und furchtlos und ihre Anwesenheit wird als Segen und als ein Zeichen für die fortwährende Hoffnung und Fruchtbarkeit des Landes gefeiert.

